Einführung in Antimicrobial Copper

In der EU erkranken jedes Jahr vier Millionen Menschen an einer nosokomialen Infektion, von denen etwa 37.000 sterben. Antimicrobial Copper eleminiert die pathogenen Keime, die diese Infektionen verursachen.

Krankenhausinfektionen steigen weltweit seit Jahren an – eine Kehrtwende scheint kurzfristig nicht in Sicht! Die für Deutschland genannten und maßgeblich durch das Krankenhaus-Infektions-Surveillance-System (KISS) erhobenen Prävalenzzahlen von jährlichca. 400.000 bis 600.000 nosokomialen Infektionen (NI) und damit assoziierte 10.000 bis 15.000 Todesfälle, stellen eher noch eine Unterschätzung der realen Daten dar. Da KISS im Wesentlichen nur Device-assoziierte Infektionsraten bei gleichzeitig positivem Erregernachweis erfasst, geht die Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH) in ihrer Stellungnahme zu Prävalenz, Letalität und Präventionspotenzial nosokomialer Infektionen von einer ihr realistisch erscheinenden Gesamtzahl von ca. 1 Mio. Erkrankungen pro Jahr in der Bundesrepublik Deutschland aus. Experten schätzen, dass etwa 30 % der Krankenhausinfektionen vermeidbar sind. Ein multidimensionaler Ansatz im Hygienekonzept kann hierzu einen wichtigen Lösungsschritt bieten. Voraussetzung aber ist, die interdisziplinäre Zusammenarbeit in hygienerelevanten Fragen – sachorientiert und ergebnisoffen. Eine Option im Kampf gegen die Ausbreitung pathogener Keime ist der Einsatz eines dauerhaft wirksamen antimikrobiellen Materials für häufig berührte Kontaktflächen. Massives Kupfer sowie einige seiner  Legierungen erreichen eine Inaktivierung von Krankheitserregern innerhalb kurzer Zeit. So kann der Einsatz von Tür- und Fensterbeschlägen, Lichtschaltern und Handläufen aus Kupfermaterialien einen wertvollen Beitrag zur Infektionsprävention leisten. Unabhängige internationale Studien in Labor und Klinik haben die Wirksamkeit von antimikrobiellem Kupfer bestätigt, das aufgrund  seines unspezifischen Mechanismus eine Vielzahl von Bakterien, Viren und Sporen zerstört.

Indirekte Kontaktübertragung

Die Krankenhaus- oder Pflegeeinrichtung fördert die Ausbreitung entsprechender Keime durch hohe Kontaktraten zwischen Patienten, Personal und Besuchern sowie die gemeinsame Nutzung von Einrichtungs- und Sanitärgegenständen. Über häufig benutzte Kontaktoberflächen und -gegenstände wie beispielsweise Türgriffe, Lichtschalter oder Handläufe können Keime indirekt weitergegeben werden. Die Komplexität der verschiedensten Faktoren, die als wesentliche Auslöser für die Zunahme der nosokomialen Infektionen gelten, verdeutlicht die Notwendigkeit einer interdisziplinären, hygienerelevanten Zusammenarbeit. Neben der zukunftsorientierten Pharmaforschung und der konsequenten Beachtung der Standardhygienmaßnahmen müssen neue Wege beschritten werden. Ein interessanter Lösungsansatz im Kampf gegen die weitere Ausbreitung gefährlicher Erreger ist dabei der Einsatz eines dauerhaft wirksamen antimikrobiellen Materials für häufig genutzte Kontaktflächen. Massives Kupfer sowie einige seiner Legierungen erreichen eine Inaktivierung pathogener Keime innerhalb kurzer Zeit und weisen diese gewünschten Eigenschaften auf. Der Einsatz von Produkten aus diesen Materialien kann somit einen erheblichen Beitrag zur Gesundheitsfürsorge leisten.

 

Antibiotikaresistenzen

Die Medizin ist in den letzten Jahrzehnten immer höher technisiert. Operative Möglichkeiten wie auch medizintechnische Innovationen bieten ein rasch wachsendes Diagnose- und Therapiespektrum – für eine immer größer werdende Zahl an Patienten, hierunter auch Risikogruppen wie extrem Frühgeborene und multimorbide alte Menschen. Nosokomiale Infektionen und die Zunahme Antibiotika-resistenter Erreger stellen inzwischen eine Gefahr für die medizinische Spitzenversorgung dar. Während immer weniger antimikrobielle Substanzen zugelassen werden, ist der deutliche Anstieg von Antibiotika-Resistenzen zum manifesten Risiko für die öffentliche Gesundheit geworden. Dabei wird immer deutlicher, dass das Warten auf neu entwickelte Antibiotika keine realistische Option mehr ist. Heute sind etwa 70 % aller Bakterien, die Infektionen in Krankenhäusern verursachen, gegen mindestens ein Antibiotikum resistent [9]. Diese Konstellation erfordert die Neubewertung und Anpassung relevanter Maßnahmen für Patientenbehandlung und Hygiene.  Mit der Problematik resistenter Keime steigt jedoch nicht nur die Herausforderung an die medizinische Versorgung der Bevölkerung, sondern auch an die Pflegestrukturen selbst. Im Zusammenhang mit der weiterhin steigenden Lebenserwartung ist es erforderlich, die Anstrengungen in den Bereichen der gesundheitlichen Prävention und der Gesundheitsförderung zu verstärken, damit auch im höheren Alter ein Leben bei guter Gesundheit geführt werden kann. Dies gelingt umso besser, wenn der Prävention und der Gesundheitsförderung die gleiche Bedeutung beigemessen wird wie den kurativen Maßnahmen in der Krankenversorgung. Im Ergebnis führt die aktuelle Situation zur weiteren Erhöhung des enormen Kostendrucks im Gesundheitswesen, den es durch vielfältige Gegenmaßnahmen abzufangen gilt: Der wirtschaftliche Schaden durch nosokomiale Infektionen beläuft sich allein in Europa auf rund 5,5 Milliarden Euro pro Jahr; die aufwändigere Therapie kann die Behandlungskosten pro betroffenem Patienten um 30 bis 100 % ansteigen lassen.

Das Problem zunehmender Krankenhausinfektionen ist in den letzten Jahren sowohl aus medizinischer als auch aus finanzieller Sicht in den Mittelpunkt des Interesses gerückt: So beschäftigen sich nicht nur Hygieniker und Mediziner intensiv mit den Ursachen und Folgen, sondern auch rankenhausplaner, Pflegedienste sowie Behörden und Fachverbände im gemeinsamen Dialog.

Antimicrobial Copper ist das einzige Material, dessen Wirkungsdaten durch die Registrierung bei der US-Umweltschutzbehörde (EPA) bestätigt wurden. Die EPA stützt die Aussage, dass kontinuierlich mehr als 99,9 % der Bakterien*, die HCAIs verursachen, innerhalb von zwei Stunden nach dem Kontakt final inhibiert werden.

Es sind vor allem drei Eigenschaften, die Antimicrobial Copper zum wirksamsten Material für den Einsatz bei häufig berührten Gegenständen machen:

Eliminiert kontinuierlich Keime

  • Die Wissenschaft hat bewiesen, dass seine antimikrobielle Wirkung weit über der von silberhaltigen Beschichtungen liegt.
  • Eliminiert nachweislich kontinuierlich die Keime ab, die Infektionen verursachen.
  • Ist die einzige antimikrobielle Berührungsoberfläche aus Festmaterial, die von der US‑Umweltschutzbehörde (EPA) zugelassen wurde.

Nutzt sich nicht ab

  • Kontinuierliche und andauernde antimikrobielle Wirkung.
  • Verliert selbst nach wiederholtem nassen und trockenen Abtrieb und erneuter Kontamination nicht seine Wirksamkeit.
  • Natürliche Oxidation beeinträchtigt die Wirkung nicht.

Sichere Anwendung

  • Unschädlich für Mensch und Umwelt.
  • Von Natur aus antimikrobiell, keine Zugabe von Chemikalien.
  • Vollständig recycelbar.

Kupfer und Kupferlegierungen sind Werkstoffe, die langlebig, farbig und recyclingfähig sind, und in einer Vielzahl von Produktformen, die sich für eine Reihe von Fertigungszwecken eignen, weit verbreitet sind. Kupfer und seine Legierungen bieten zahlreiche Möglichkeiten für Designer funktionale, nachhaltige und kostengünstige Produkte herzustellen.

Einige spezifische Kupferlegierungen haben intrinsische antimikrobielle Eigenschaften (so genanntes "Antimicrobial Copper"). Produkte aus diesen Materialien haben einen zusätzlichen, sekundären Vorteil, einen Beitrag zum hygienischem Design zu leisten. Produkte aus Antimicrobial Copper sind eine Ergänzung und niemals ein Ersatz für herkömmliche Standardhygienemaßnahmen zur Infektionskontrolle. Es ist wichtig, dass die üblichen Hygienepraktiken fortgesetzt werden, einschließlich derjenigen, die mit der Reinigung und Desinfektion von patientennahen Oberflächen zusammenhängen.

* Von Experten geprüfte wissenschaftliche Veröffentlichungen zeigen, dass Antimicrobial Copper wirksam gegen Bakterien, Viren, Pilze und Schimmel ist, einschließlich MRSA, Influenza A (H1N1), Clostridium difficile und VRE.

Antimicrobial Copper ist das einzige Material für Berührungsoberflächen, dessen Wirkungsdaten durch die Registrierung bei der US-Umweltschutzbehörde (EPA) bestätigt wurden. Die EPA stützt die Aussage, dass kontinuierlich mehr als 99,9 % der Bakterien, die HCAIs verursachen, innerhalb von zwei Stunden nach dem Kontakt eliminiert werden. Für die folgenden Organismen wurden Tests durchgeführt: MRSA, Staphylokokkus aureus, Enterobacter aerogenes, Pseudomonas aeruginosa, E. coli O157:H7 und Vancomycin-resistenter Enterococcus faecalis.

 

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