Business Case

Die Umstellung spezifischer Kontaktübertragungs-Hot-Spots von traditionellen Materialien im Krankenhausbereich auf antimikrobielle Werkstoffe kann sich bereits in weniger als einem Jahr amortisieren wie ein Modell des britischen York Health Economics Consortium nachweist.

Auch wenn Händehygiene und Flächendesinfektion zwei wichtige Säulen der Infektionsprävention bilden, sind zusätzliche Vorkehrungen erforderlich, um der stets präsenten Bedrohung nosokomialer Infektionen (healthcare-associated infections, HCAI) zu begegnen. Maßnahmen, die die Behandlungsergebnisse verbessern, senken auch die Liegedauer pro Patient, die Pflegekosten und den Einsatz von Antibiotika.

Wirksamkeit von Kupfer nachgewiesen

Pathogene Keime, die HCAI verursachen, können in der Umgebung tagelang oder sogar monatelang überleben und bilden Reservoirs von Infektionserregern auf häufig berührten Oberflächen. Strapazierfähige, nachhaltig wirksame und effektive antimikrobielle Kupferoberflächen bieten eine denkbare Lösung, die als zusätzliche Strategie gegen pathogene Keime wie MRSA, VRE, Enterococcus faecalis oder E.coli dienen kann. Es wurde in klinischen Studien in Deutschland,
Chile, Großbritannien und den Vereinigten Staaten gezeigt, dass kupferhaltige Kontaktoberflächen die Gesamtkeimzahl deutlich und kontinuierlich um bis zu >90 % reduzieren können. Der Zusammenhang zwischen reduzierter Gesamtkeimzahl auf häufig berührten Oberflächen und verminderten Infektionsraten wurde in einer vom US-Verteidigungsministerium finanzierten Studie nachgewiesen. In dieser Studie führte der Austausch von nur sechs wichtigen Kontaktoberflächen in Intensivstationen durch kupferhaltige Objekte zu einem Rückgang der Infektionen um 58 %. Inzwischen setzen eine Vielzahl von Healthcare-Einrichtungen weltweit antimikrobielle Kupferkomponenten ein. Vornehmlich im klinischen Umfeld, wo die am stärksten gefährdeten Patienten behandelt werden: Intensivstationen, Mukoviszidose-, Kinder- und Neugeborenenstationen. Diese Einrichtungen haben Daten über die finanziellen Aufwendungen geliefert, die mit einer Umrüstung von konventionellen Einrichtungsgegenständen auf Kupferbauteile verbunden sind, um damit einen objektiven Datensatz zu den Bereitstellungskosten erstellen zu können.

Kosten-Nutzen-Modell

Die International Copper Association, Ltd. hat das York Health Economics Consortium, ein global führendes Unternehmen für therapieassoziierte Modellbildung, damit beauftragt, ein umfassend mit Verweisen versehenes Kosten-Nutzen-Modell für Krankenhausverwaltungen zu erstellen, um die wirtschaftliche Begründung einer antimikrobiellen Kupferinstallation darzustellen.

Es ist schwierig, die wirtschaftlichen Gesamtkosten von nosokomialen Infektionen genau zu berechnen. Zudem herrscht ein Mangel an frei verfügbaren Vergleichsdaten. Dieses Modell nutzt Bezugsdaten, um Schätzungen der Rentabilität bei Installation von Kupferbauteilen als Teil eines Neubaus oder einer geplanten Sanierung abzubilden. Das Modell wurde in Großbritannien mit etablierten Datensätzen zu Erkrankungsraten und Kosten von nosokomialen Infektionen (HCAI), Kosten von Kupferbauteilen mit antimikrobieller Wirksamkeit und vergleichbaren Bauteilen ohne diesen Zusatznutzen kalkuliert. Es ermöglicht den Anwendern aber auch, ihre eigenen, lokalen Daten für maßgeschneiderte Berechnungen einzugeben.

Eine Umrüstung infektionsrelevanter Hot-Spots von herkömmlichen Materialien auf antimikrobielle Werkstoffe kann sich für ein Krankenhaus bereits in weniger als einem Jahr amortisieren. Dies weist erstmals ein Modell des York Health Economics Consortium aus dem Jahr 2013 nach. Das britische Unternehmen hat ein umfassendes Kosten-Nutzen-Modell für Krankenhausverwaltungen erstellt, über welches die wirtschaftliche Begründung einer antimikrobiellen Kupferinstallation abgebildet werden kann. Das Modell basiert auf den Kosten des Austausches hochfrequentierter, konventioneller Einrichtungsgegenstände bzw. Kontaktoberflächen durch Kupferprodukte und die ausgleichenden Kosteneinsparungen infolge reduzierter Infektionsraten.

Anhand von Datenmeldungen über finanzielle Aufwendungen bei der Umrüstung auf Kupferbauteile mehrerer Kliniken in Großbritannien konnte gezeigt werden, dass sich eine Amortisierung in weniger als zwei Monaten realisieren lässt: den ca. 120 Euro an zusätzlichen Bau- und Materialkosten pro zu vermeidender Infektion steht eine Einsparung von rund 7.000 Euro pro vermiedenem Infektionsfall gegenüber. Zusätzlich ermittelt das Modell die verkürzten Liegezeiten und qualitätskorrigierten Lebensjahre, die sich aus der Umrüstung ergeben.

 

 

 

 

Factsheet Business Case

 

YHEC model

User Guide (May 2013 version)

 

Fragen zum Modell beantwortet gerne info@copperalliance.org.uk.

Kupfer und Kupferlegierungen sind Werkstoffe, die langlebig, farbig und recyclingfähig sind, und in einer Vielzahl von Produktformen, die sich für eine Reihe von Fertigungszwecken eignen, weit verbreitet sind. Kupfer und seine Legierungen bieten zahlreiche Möglichkeiten für Designer funktionale, nachhaltige und kostengünstige Produkte herzustellen.

Einige spezifische Kupferlegierungen haben intrinsische antimikrobielle Eigenschaften (so genanntes "Antimicrobial Copper"). Produkte aus diesen Materialien haben einen zusätzlichen, sekundären Vorteil, einen Beitrag zum hygienischem Design zu leisten. Produkte aus Antimicrobial Copper sind eine Ergänzung und niemals ein Ersatz für herkömmliche Standardhygienemaßnahmen zur Infektionskontrolle. Es ist wichtig, dass die üblichen Hygienepraktiken fortgesetzt werden, einschließlich derjenigen, die mit der Reinigung und Desinfektion von patientennahen Oberflächen zusammenhängen.

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